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Fachkliniken Sonnenhof | Therapiekonzept der Fachklinik Sonnenhof für Augenheilkunde im Schwarzwald

Therapiekonzept im Bereich Augenheilkunde

I. Fachkliniken Sonnenhof

Die Fachkliniken Sonnenhof sind ein Rehabilitationsklinikum mit Hotelcharakter. Der Sonnenhof befindet sich in Höchenschwand im malerischen Südschwarzwald auf über 1000 Metern Höhe.

Das Thema Gesundheit hat im Sonnenhof eine lange Tradition. Seit den 1920iger Jahren werden Menschen in den Fachkliniken Sonnenhof mit großer Hingabe behandelt und geheilt.

Der Sonnenhof vereint 4 Fachbereiche, die von zurzeit sieben Fachärzten betreut werden:

  • Hauptindikation: Orthopädie – drei Ärzte
  • Begleitende Indikationen:
    • Augenheilkunde - zwei Ärzte
    • Innere Medizin - ein Arzt
    • Dermatologie - ein Arzt

 

Die flexible, interdisziplinäre Behandlungsmöglichkeit ist unsere Stärke. Diese in Deutschland einmalige Kombination ermöglicht eine ganzheitliche Betreuung der Patienten. Insbesondere unsere Indikationen Augenheilkunde und Dermatologie verschaffen uns ein Alleinstellungsmerkmal.

Ein großes Team hervorragend qualifizierter Physiotherapeuten, Masseure und Sportlehrer bietet alle gängigen Therapieformen der Physiotherapie und der balneo-physikalischen Therapie an. Mit unserem breiten Behandlungsspektrum im Bereich Physiotherapie, Massagen, Lymphdrainagen, PME, Nordic Walking, Aquagymnastik, Gyrotonic Expansion System®, Gyrokinesis® etc. können wir unsere Patienten ganzheitlich behandeln.

Unsere Ärzte und Therapeuten stehen im engen Kontakt zueinander und sprechen alle Vorgehensweisen und Therapieziele mit den Patienten ab. Unser Team geht immer auf die Wünsche und Bedürfnisse der Rehabilitanden ein.

Darüber hinaus betreuen wir unsere Patienten mit Psychologen, Ergotherapeuten, examinierten Pflegekräften, Ernährungsberatern, Diätköchen und unserem Sozialdienst.

Die hervorragende Arbeit der Fachkliniken Sonnenhof spiegelt sich in der Qualitätssicherung der Deutschen Rentenversicherung wieder.

Die Fachkliniken Sonnenhof sind zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008 und DEGEMED 5.0.

 

 

II. Augenheilkunde

Seit mehr als 70 Jahren werden an der Augenklinik des Sonnenhofs entzündliche Augenerkrankungen behandelt. In den Anfängen erfolgte die Behandlung auf heilklimatischer Basis, da es an spezifischen, entzündungshemmenden Medikamenten für diese Erkrankungen mangelte. Heute kann die Augenklinik ein modernes, gesamtheitliches Rehabilitationskonzept anbieten, das wir im Folgenden gerne vorstellen möchten:

1. Augenärztliche Diagnostik und Therapie:

Die Augenabteilung steht unter der Leitung von Frau Dr. B. Entenmann, Fachärztin für Augenheilkunde. Die Diagnostik und Therapie findet sowohl in den Fachkliniken Sonnenhof als auch in der nahe gelegenen Augenarztpraxis von Dr. B. Entenmann und D. Eberhardt & Kollegen in Waldshut statt.

Die Augenabteilung verfügt über alle modernen diagnostischen Möglichkeiten. Die Abteilung behandelt regelmäßig Patienten im postoperativen Stadium im Sinne einer Anschlussheilbehandlung (AHB), z.B.:

  • Aderhautmelanom
  • Glaukom
  • Netzhautoperationen
  • Verlust eines Auges / Posttraumatische Augenschäden
  • Verlust der Sehkraft (bei vollständigem Verlust nur in Begleitung)

 

Die Augenheilkunde kann sämtliche konservativen Therapien, insbesondere die immunsuppressive und anti-entzündliche systemische Therapie im Rahmen der entzündlichen Erkrankungen begleiten, z. B.:

  • Autoimmunologische entzündliche Augenerkrankungen (Uveitis)
  • Makuladegeneration
  • Erbliche Netzhautdegenerationen
  • Trockenes Auge (Sicca-Symptomatik)

 

2. Psychologische Betreuung (Krankheitsverarbeitung):

Ein wichtiger Aspekt in der Betreuung chronischer Erkrankungen ist die Behandlung der häufig vorhandenen psychischen Begleiterkrankungen, in erster Linie reaktive, angstbetonte Depression. Dieses Krankheitsbild wird durch die begleitende psychologische Betreuung, z.T. auch mit medikamentöser Unterstützung i.S. einer Krankheitsverarbeitung mitbehandelt.

3. Visuelle Rehabilitation:

Im Haus steht eine hervorragend ausgerüstete Low Vision-Abteilung zur Verfügung, die von einfachen optischen Hilfsmitteln bis zum Bildschirmlese- bzw. Vorlesegerät alles vorhält. Die Abteilung wird durch einen erfahrenen Low Vision-Spezialisten aus Freiburg betreut. Damit sind die Voraussetzungen für eine optimale Versorgung mit Hilfsmitteln für Patienten gegeben.Die Ergotherapie des Hauses schult die Patienten gezielt im Umgang mit Hilfsmitteln und trainiert Aktivitäten des täglichen Lebens.

4. Sozial-ophthalmologische Betreuung:

Patienten mit einer erworbenen Sehminderung, die dadurch ihren Beruf nicht mehr ausüben können, wird durch die Sozialberatung eine entsprechende Beratung im Hinblick auf die Umschulung in Berufe für hochgradig Sehbehinderte angeboten.

III. Ergotherapie in der Augenheilkunde

1. Einäugiges Sehen - postoperativ bei Aderhautmelanom oder Verletzung des Auges:

  • Auge-Hand-Koordination, Abstände einschätzen lernen (Alltag, Haushaltstätigkeiten, funktionelle Spiele, Fangen/ Werfen/ Zielen, Ballsport – auch Gruppen, Balancieren z.B. Therapiegarten, Kreativtechniken)
  • 1x wöchentlich Augengruppe (Info, Tipps, Austausch, Adressen, Training, Entspannung)
  • Kreativgruppen
  • auf eigene Faust nach Absprache mit Arzt (Radfahren im Gelände, Fahrschule, Kosmetikstudio)

 

2. Mittel- bis hochgradige Sehbehinderung - grüner/ grauer Star, hohe Kurzsichtigkeit, Augeninfarkt/ -thrombose, verschiedene Netzhauterkrankungen, Sehnerv-Erkrankungen, Hornhautverletzungen, nach Infektionen, Uveitis:

  • Informations- und Adressenvermittlung sowie Hilfe bei telefonischer Kontaktaufnahme (BSV, Mobilitäts- und Orientierungstrainer, LPF = lebenspraktische Fertigkeiten, Selbsthilfegruppen wie Uveitis und ProRetina, Infobroschüren, Hilfsmittelkataloge und Kurzinhalte für sehbehinderte und blinde Menschen)
  • Termin bei Low Vision-Abteilung
  • Kreativgruppen
  • Training an erworbenem Lupensystem
  • Training am Bildschirmlesegerät (Lesen, Schreiben, Sudoku, Nagelpflege)
  • Training des Tastsinns und des Gedächtnisses
  • Training alltäglicher Tätigkeiten, Lehrküche kann nach Absprache genutzt werden (kein LPF über Ergotherapie)
  • Kurzinformation über Mobilitätstraining und Blindenlangstock durch unsere Ergotherapeuten – teilweise in Kooperation mit einer externen Rehabilitationslehrerin für Orientierung & Mobilität aus der Region.
  • Unterstützung bei Vermittlung von Mobilitätstraining am Wohnort des Rehabilitanden
  • taktiles Training über funktionelle Spiele und Kreativgruppen
  • 1x wöchentlich Augengruppe
  • eventuell Sportgruppe in Turnhalle (mit Geräuschball etc.)

 

3. Hochgradige Sehbehinderung bis Blindheit

  • Siehe mittelgradige Sehbehinderung
  • Unterstützung bei Orientierung und Begebenheiten im Patientenzimmer
  • Einzelentspannung
  • Kreativtechniken in Einzeltherapie oder Kleingruppe
  • Patienten sollten aufgrund räumlicher Begebenheiten (fehlende Leitlinien, lange Flure etc.) und Personalstruktur grds. mit Begleitperson anreisen, allein nur nach Absprache
  • LPF- oder Mobilitätstraining ist über die Ergotherapie nicht möglich – vorbehaltlich freier Termine ist auf Anfrage eine Einführung in das Mobilitätstraining durch unsere externe Rehabilitationslehrerin für Orientierung & Mobilität möglich (kein LPF). In jedem Fall sollten die Patienten nach dem Klinikaufenthalt ein langfristiges Mobilitätstraining am Wohnort absolvieren. Mobilitätstrainer am Wohnort können vermittelt werden
  • Klinikpersonal absolvierte im Jahr 2014 eine Fortbildungsauffrischung zum Thema „Umgang mit blinden Menschen“ (Führen, Ansprechen, Umgebung gestalten etc.). 1 – 2 Mitarbeiter pro Abteilung sind entsprechend geschult

 

IV. Psychologische Beratung der Patienten der Augenheilkunde

Die Einzelbetreuung durch unsere Psychologen ist ganz auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten abgestimmt.

Wir benutzen Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie, Hypnotherapie (Imaginationsverfahren) und teilweise tiefenpsychologische Ansätze.

Die Methoden dienen dazu, den Patienten zu einer positiven Krankheitsbewältigung zu befähigen.

1. Häufige Themen in der Krankheitsbewältigung: (Nach Kübler/Ross: Phasen der Krankheitsbewältigung)

  • Betrauern des Verlustes: Wut, Aggression, Schmerz
  • Bearbeitung von Ängsten: Angst vor Hilfsbedürftigkeit, Abhängigkeit, Kontrollverlust, Verlust des Arbeitsplatzes
  • Beschädigung des Selbstbildes: Verlust des Selbstwertgefühls, Scham

 

2. Lenkung zu Akzeptanz und neuer Sinnfindung

  • Aktivierung und Bewusstmachung von Ressourcen und ProblembewältigungsmöglichkeitenZiel: Erhöhung der Selbstwirksamkeit
  • Verstärkung von positiven Bewältigungsansätzen (neue Erfahrungen, Selbstständigkeit)
  • Schaffung von Compliance für therapeutische Interventionen (medizinisch, ergotherapeutisch und psychologisch)
  • Öffnung für ambulante Psychotherapie (bei Bedarf)
  • Teilnahmemöglichkeit an den hausinternen Entspannungsangeboten: PME, AT, Qi Gong

 

Für weitergehende Informationen kontaktieren Sie bitte die Fachkliniken Sonnenhof.

Rezeption:

Telefon: +49 7672 / 489-0
Fax: +49 7672 / 489-404

Ärztliches Sekretariat:

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